Yoga + “der Esel”
Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, eine Eselwanderung zu machen. Ein spannendes Erlebnis. Denn es war kein gemütlicher Spaziergang, sondern wahrlich ein Training für Gelassenheit.
Die sogenannten „sturen Esel“ sind sehr empfindsam und spiegeln dir dein Innerstes wider. Sobald du abgelenkt bist, sobald du nicht ganz bei dem Tier bist oder dich innerlich unruhig fühlst, wird dir das der Esel auch zeigen. Er stellt sich quer, er wendet sich ab. Und mit Zwang ist er auch nicht weiter zu bewegen. Erst wenn du eine gewisse Ruhe ausstrahlst, gelassen aber bestimmt bist, wirst du den Esel dazu bewegen, mit dir zu gehen.
Ich fühlte mich zu Beginn des Ereignisses gestresst durch meinen Alltag zu diesem Zeitpunkt, doch bis zum Ende konnte ich entspannen, war bei mir und dem Tier. Und auch wenn das frische Gras vorzüglich schmeckte, waren wir uns trotz frecher Versuche dann immer schnell einig, dass es weiter voran geht.
Eine spannende Erfahrung. Doch was hat das nun mit Yoga zu tun??
Wenn ich mich in Haltungen zwänge, ein Level erzwinge, für das mein Körper und Geist heute nicht bereit sind, werde ich mich dabei nicht wohl fühlen, nicht denselben Effekt spüren, als wenn ich gelassen an die Sache ran gehe. Auf meine Bedürfnisse achte und auf sie eingehe.
So wie du nicht jeden Tag gut gelaunt durchs Leben gehst, ist auch dein Körper nicht täglich in der gleichen Verfassung. Das ist ganz normal. Zwinge dich nicht, du wirst am Ende keine Freude daran haben. Erkenne, dass heute vielleicht einer dieser Tage ist, akzeptiere es, spüre in dich hinein, was das mit dir macht, und sei sanft zu dir! Finde Gelassenheit, höre auf die Signale deines Körpers, sie wollen dir immer was sagen.
Sei eins mit dir! Das ist Yoga. Yoga ist mehr.